Was Solo-Selbstständige beflügelt und stark macht

Die meisten Menschen sehnen sich nach einer sinnvollen Arbeit, die sie gerne machen und die ihnen ein sicheres Einkommen verschafft. Solo–Selbstständigkeit ist eine sehr besondere Form der Erwerbstätigkeit, die oftmals salopp mit selbst & ständig umschrieben wird. Warum sollte man sich das antun? Was hilft auf dem Weg zur Erreichung der eigenen Ziele?

Ich danke Katrin Zachmann, Udo Gayer und Bianca Gabriel, die sich diesen Fragen im Interview mit Jossa Charlotte Sippel stellten. Nutzen Sie diese Porträts meiner Kund:innen als Inspirationsquelle, um sich zu stärken!

Zufälle des Lebens, Werte und Visionen als Wegweiser

Die Suche nach Sinn identifiziert Robert Dilts, Mitbegründer des Neurolinguistischen Programmierens (NLP), als eine der Hauptantriebskräfte für menschliches Handeln. Aufgrund meiner ganzheitlichen Herangehensweise im Coaching weiß ich um einen wesentlichen Erfolgsfaktor für Solo–Selbstständigkeit.

Ein starker innerer Motor hilft, um all die kleinen und großen Krisen, die das Leben in schöner Regelmäßigkeit bereithält, zu bestehen.

Für Udo Gayer ist die treibende Kraft sein eigener Heilungsweg und sein erfinderischer Charakter: „Mit Mitte 40 bemerkte ich eine allgemein zunehmende Muskelverspannung an den Händen und bekam die Diagnose Myotonie. Die westliche Medizin hatte nur die lapidare Antwort »Das ist Genetik, da können wir nichts machen«. Es war nie mein Wesen, den Kopf in den Sand zu stecken oder untätig auf dem Sofa zu sitzen. Deshalb beschäftigte ich mich intensiv mit allen Arten von Naturmedizin. Eines Tages spürte ich einen Ruf, dass Ayurveda mein Medizinsystem sein könnte. Drei Wochen später war ich zum ersten Mal auf dem Weg nach Indien zu einer Panchakarma Kur. Das war der Beginn eines neuen Weges in meinem Leben“.

Udo Gayer

  • Diplom- Ingenieur und Manager in der Automobilindustrie
  • 2010 erstmalig Teilnahme an Ayurveda-Retreat in Indien
  • Seit 2012 zahlreiche Ausbildungen in ganzheitlicher Körperarbeit, Alchemie of Touch™ sowie an der Europäischen Akademie für Ayurveda Birnstein und in Poonthottam/Indien
  • 2018 Gründung von Sensitive Bodywork in nebenberuflicher Tätigkeit
  • Ansässig bei Stuttgart – bundesweit aktiv, z.B. Massage-Wochenenden in Zürich und Hamburg sowie auf Therapie-Kongressen

Bei Katrin Zachmann stehen berufliche Unzufriedenheit und eine familiäre Herausforderung im Vordergrund: „Als Führungskraft in einem großen Unternehmen konnte ich mir wichtige Werte nicht leben und Vieles nicht umsetzen. Die Ausbildung zum Systemischen Coach machte ich damals in erster Linie, um eine bessere Führungskraft zu werden. Daneben gab es das familiär bedeutsame Ereignis, dass sich mein jüngstes Kind in seiner geschlechtlichen Identität komplett verändert hat. Heute kann ich durch meine Arbeit als Selbstständige genau meine Werte vorleben und in die Welt tragen. Anderen Menschen Mut zu machen, erfüllt mich sehr“.

Katrin Zachmann

  • Langjährige Führungskraft bei verschiedenen Unternehmen im Forderungsmanagement
  • Mutter von drei Kindern, davon eines Transsohnes
  • Zertifizierung als Systemische Coach und Familienmediatorin sowie Beraterin für Angehörige und Betroffene zu Transidentität und LGBTQ*+
  • Seit 2021 selbstständig mit der Beratungspraxis Trans*formation gemeinsam leben*
  • Mitgründerin und Leiterin der Selbsthilfegruppe „Trans* in Familie“ in Hamburg und Geesthacht
  • Beraterin für Mental & Corporate Health und Dozentin bei Fürstenberg-Institut GmbH

Die Frage nach dem inneren Feuer beantwortet Bianca Gabriel zunächst nüchtern: „Das Fahrrad ist mein tägliches Fortbewegungsmittel. Bei jedem Wetter – auch bei Regen. Ein einziges Kleidungsstück, das bei Sonne und Regen gut aussieht und bei Bedarf komplett trocken hält, gab es noch nicht. Also habe ich es erfunden, denn: Was ich brauche, brauchen andere auch. Zudem ist es ein Produkt, das wirklich Sinn macht. Gerade in der Stadt kann der Manteloverall noch mehr Menschen dazu bewegen, auch bei Regen das Auto stehen zu lassen und mit dem Rad zu fahren“.

Bianca Gabriel

  • Diplom-Kommunikationsdesign und Malerei an der HAW Hamburg
  • Seit 2005 international tätig mit „Design for music & more“ (Records, CDs, Books, Folders) und mit einem Shop für Poster, Prints & Paintings
  • Prototyp-Entwicklung des Manteloveralls und Gründung von 1DRY2
  • Auszeichnungen 2015: EUROBIKE AWARD für Innovation, Design und Mehrwert und IBCD AWARD International Bicycle Design Competition sowie Pitch bei Entrepreneurship Summit 2023 in Berlin
  • Markteintritt von 1DRY2: Produktion durch das Hamburger nachhaltige Modelabel Elkline und Vertrieb durch Outdoor-Ausrüster Globetrotter

Durchhalten, aber wie?

Die meisten Menschen sehnen sich nach einer sinnvollen Arbeit, die sie gerne machen und die ihnen ein sicheres Einkommen verschafft. Solo–Selbstständigkeit ist eine sehr besondere Form der Erwerbstätigkeit, die oftmals salopp mit selbst & ständig umschrieben wird. Warum sollte man sich das antun? Was hilft auf dem Weg zur Erreichung der eigenen Ziele?

Ich danke Katrin Zachmann, Udo Gayer und Bianca Gabriel, die sich diesen Fragen im Interview mit Jossa Charlotte Sippel stellten. Nutzen Sie diese Porträts meiner Kund:innen als Inspirationsquelle, um sich zu stärken!

Klarheit über die eigenen Werte und Ziele hilft, eine Vision für das eigene Unternehmen zu entwickeln und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Sich kontinuierlich fachlich weiterzubilden und Entwicklungen am Markt genau zu beobachten, ist für alle Selbstständigen fundamental wichtig, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Katrin Zachmann„Das liegt vielleicht in meiner Natur – ich habe mich immer gern weitergebildet und in den vergangenen vier Jahren Kurse zu Transsexualität und Diskriminierungsthemen absolviert. Bei jedem Treffen der Selbsthilfegruppen, die ich mit einer anderen Mutter betreue, merke ich, wie viele verschiedene Facetten aber auch Mythen zu dem Thema existieren .Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Privatpersonen erst dann interessiert sind und in Bildung investieren, wenn eine Art Betroffenheit in der Familie oder im Umfeld vorliegt. Das hat mich dazu gebracht, mich stärker ehrenamtlich einzubringen und niedrigschwellige Aufklärung zu betreiben. Die Ehrenamtlichkeit ermöglicht es mir, noch tiefer in das Thema einzusteigen, weil ich viele Schicksale von Transpersonen und deren Familien miterlebe“.

Raus aus dem stillen Kämmerlein: Sich mutig dem Feedback von Außenstehenden zu stellen, birgt die Chance, positive Resonanz zu ernten.

Bianca Gabriel erzählt: „Bei diesem Projekt ist für mich das Feedback von außen sehr wichtig, z.B., wenn mich fremde Menschen auf der Straße auf den Manteloverall ansprechen. Diverse Preise und Auszeichnungen haben mir sehr geholfen und Türen geöffnet. Auch gab es immer wieder tolle Unterstützung, z.B. wurde die Reise nach Taiwan zur Preisverleihung gesponsert. Der „proof of concept“ ist sehr wichtig, um sich nicht in der Idee zu verlieren, sondern die Bestätigung zu haben, dass dieses Produkt von anderen Menschen auch gewollt wird“.

Eigene Leidenschaften zu identifizieren stärkt, auch wenn es schwierig wird, die Motivation und Begeisterung für die Arbeit aufrechtzuerhalten.

Udo Gayer zum eigenen Durchhalten: „Ich habe einen Job, den ich hauptberuflich ausübe, der mir Spaß macht und ein gesichertes Einkommen garantiert. Doch ich merke, dass meine nebenberufliche Tätigkeit meine Passion ist – dafür brenne ich. Ich möchte Menschen etwas Gutes tun – „to serve“ sagt man auf Englisch. Deren Feedback, wenn sie sagen, so achtsam wären sie noch nie berührt worden, bestärkt mich darin sehr“.

Auf eine ausgewogene Work–Life–Balance zu achten, ist wichtig, um Burnout zu vermeiden und langfristig erfolgreich zu sein.

Bianca Gabriel hat verschiedene Kraftquellen: „Ich bin ausgebildete Yogalehrerin und habe mir angewöhnt, täglich draußen im Park Yoga zu machen. Ich gehe so oft wie möglich wandern. Mir hilft die Verbundenheit mit der Natur sehr, neue Energie zu schöpfen. Außerdem liegt für mich eine Ästhetik darin, sinnvolle Projekte zu vollenden, dann entsteht ein Kreis, dann wird etwas rund“.

Kraft und Energie für ihre Arbeit bekommt Katrin Zachmann insbesondere von ihrem 15-jährigen Sohn: „Bis der volljährig ist, muss ich ja noch mitentscheiden. Da schon bestimmte Schritte gegangen sind, ist es etwas ruhiger und ich habe mehr Energie für meine Arbeit. Das ist total schön, dass ich meine Erfahrung aus der Familiengeschichte mit meinem Kind in meine berufliche Laufbahn übertragen kann. Angehörigen wichtiges Wissen und die Zuversicht für die Begleitung des Weges ihrer Liebsten mitzugeben, erfüllt und stärkt mich“.

Udo Gayer ist sich sicher, auf dem richtigen Weg zu sein, weil inzwischen viele Menschen seine Massagen gelobt, ihm persönlich oder öffentlich geschrieben haben: „Diese schönen Feedbacks erfreuen und beflügeln zum Weitermachen. Die zweigleisige berufliche Aufstellung mit Hauptjob und Nebenjob verschafft mir ein Gefühl von Sicherheit. Das gibt Kraft, mich mutig weiterzuentwickeln – sowohl als Mensch als auch in der Arbeit“.

Mit Sparring-Partnern zum Erfolg

Die meisten Menschen sehnen sich nach einer sinnvollen Arbeit, die sie gerne machen und die ihnen ein sicheres Einkommen verschafft. Solo–Selbstständigkeit ist eine sehr besondere Form der Erwerbstätigkeit, die oftmals salopp mit selbst & ständig umschrieben wird. Warum sollte man sich das antun? Was hilft auf dem Weg zur Erreichung der eigenen Ziele?

Ich danke Katrin Zachmann, Udo Gayer und Bianca Gabriel, die sich diesen Fragen im Interview mit Jossa Charlotte Sippel stellten. Nutzen Sie diese Porträts meiner Kund:innen als Inspirationsquelle, um sich zu stärken!

Im Tagesgeschäft stehen der Kontakt mit der Kundschaft und die Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden im Mittelpunkt.

So wie Pflanzen zum Wachsen Licht, Wasser und guten Humus brauchen, sollten sich Selbstständige ein unterstützendes Umfeld schaffen.

Katrin Zachmann„Die Idee, alles selbst gestalten zu können, von niemandem abhängig zu sein, hat mich beflügelt. Doch ich hatte Bedenken, wie ich davon existenzsichernd leben kann. Bin ich überhaupt geeignet? Mehrere Coaching-Sessions halfen mir herauszufinden, ob ich mich selbstständig machen will. Nach der Entscheidung wusste ich, dass ich mir Know–How aneignen muss: Wie kann ich das konkret machen? Auf was muss ich finanziell achten? Wie komme ich aus meinem Arbeitsverhältnis raus? Da fiel der Name von Frau Kirsch. Das war die professionelle Hilfe, die ich brauchte“.

Für Udo Gayer ist das Wichtigste „ein Netzwerk. Man muss sich mit Menschen zusammentun. Claudia Kirsch habe ich beispielsweise durch eine Massage kennengelernt. Sie übernimmt meinen Vertrieb in Hamburg. Das ist genau das, was ich nicht gut kann. Sich da zusammenzutun ist so wertvoll. Ich empfehle anderen, sich Hilfe zu holen und im Team zu arbeiten – gerade als Solo-Selbstständiger“.

Bianca Gabriel rät Solo-Selbstständigen, „jedes größere Projekt von Anfang an mindestens zu zweit zu starten. Es ist wichtig, ein Gegenüber zu haben. Ich bin meiner Familie, meinen Freunden und den verschiedenen Coaches sehr dankbar für ihre Geduld und Begleitung. Menschen zu haben, die langfristig und immer wieder für einen da sind, ist so wertvoll“.

Mit meiner ganzheitlichen Herangehensweise im Coaching unterstütze ich alle, die für ihre Idee brennen, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das für sie persönlich und für die Welt einen Sinn macht.

Der Erfolg wird folgen, wenn Solo-Selbständige sich systematisch Unternehmensführungskompetenzen aneignen, mit förderlichen Glaubenssätzen ins Handeln kommen und mit Selbstfürsorge ihre Lebensumstände gestalten.

Meine Stärke als Coach und Unternehmensberaterin ist es, Realitäten zu erkennen und zu akzeptieren, Potentiale und Visionen zu erspüren und gemeinsam mit meinen Kund:innen Strategien zu entwickeln, die sich auch in der Praxis bewähren.

Suchen Sie eine Sparring-Partnerin für Ihre neben- oder hauptberufliche Selbstständigkeit? Ich nehme mir gern in einem kostenfreien Erstgespräch die Zeit, Ihre Situation und Ihr Anliegen zu verstehen.

Interviews von Claudia Kirsch & Redaktionsteam

Auf den Punkt gebracht

  1. Echte Einblicke
    Drei Unternehmer:innen teilen ihre persönlichen Strategien gegen Überlastung und zeigen, wie sie auch in schwierigen Phasen ihre Motivation bewahren.
  2. Resilienz als Werkzeug:
    Innere Stärke lässt sich trainieren – durch klare Prioritäten und den Mut, die eigene Arbeitsweise regelmäßig zu hinterfragen.
  3. Wachstum durch Austausch:
    Die Erfahrungen anderer helfen dabei, eigene Muster zu erkennen und die Selbstständigkeit mit mehr Gelassenheit und Struktur zu führen.

Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihre unternehmerische Kraft stärken – wir freuen uns darauf!